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Digitalisierung

Digitalisierung © SK

Die Übertragungskapazitäten für Hörfunk und Fernsehen sind begrenzt; dabei benötigen digitale Übertragungstechniken weniger Kapazitäten als analoge. Hintergrund der Digitalisierung ist daher neben einer verbesserten Übertragungsqualität und der Möglichkeit, mehr lokale Spartenkanäle zu empfangen, der sparsame Umgang mit dem knappen Gut der Übertragungskapazitäten, die in unserer heutigen Informationsgesellschaft immer mehr auch für Anwendungen wie z.B. Mobilfunk, Internet u. a. genutzt werden.

Digitaler Hörfunk

Während in den Studios und Produktionsbereichen des Hörfunks digitale Arbeitsprozesse längst zum Standard gehören, ist die Digitalisierung der Verbreitungswege für Radiosignale noch in vollem Gange.

Digitales Radio wird gegenwärtig über DAB/DMB, DVB-S, DRM und das Internet übertragen. Diese Verfahren ermöglichen die Übertragung von deutlich mehr Programmen, störungsfreien Empfang, verbesserte Tonqualität sowie eine effizientere Nutzung der Übertragungskapazitäten.

Neben den Tondaten können beim digitalen Radio im Multiplexsignal auch programmbegleitende Informationen übertragen werden, die sich direkt auf das laufende Programm beziehen – z.B. Titel und Interpret – oder unabhängig davon sind – z.B. Nachrichten, Wetter, Verkehr.

Digitales Antennenfernsehen

Digitales Antennenfernsehen (DVB-T – Digital Video Broadcasting-Television) hat in den letzten Jahren die analoge Programmübertragung Schritt für Schritt abgelöst. Mit dem sogenannten »Überall-Fernsehen« kommen nun ohne Kabelanschluss oder Satellitenschüssel bis zu 30 Programme ins Haus.

Technisch ist dies möglich, da DVB-T vorhandene Frequenzen besser nutzt: So werden auf einem Kanal bis zu vier Programme übertragen. Bild- und Tonqualität sind meist hochwertiger als beim analogen Fernsehen, Raumklang wie Dolby Digital, hochauflösendes Fernsehen (HDTV) und künftig sogar interaktives TV sind möglich.

Als eines der ersten Bundesländer hat Sachsen das terrestrische Fernsehen Mitte des Jahres 2007 von analoger auf digitale Verbreitung umgestellt. Die Angebote von ARD, ZDF und MDR können seither ausschließlich digital empfangen werden. In Leipzig – und künftig in weiteren Regionen Sachsens – werden zusätzlich eine Reihe privater sowie regionaler und lokaler Fernsehprogramme über DVB-T ausgestrahlt.

Digitaler Videorundfunk

DVB-H (Digital Video Broadcasting-Handheld) ist ein digitaler Videorundfunk für mobile Handgeräte wie beispielsweise Mobiltelefone. DVB-H wird, wie das digitale Antennenfernsehen DVB-T, terrestrisch gesendet und baut auf dessen Technik auf. Derzeit werden noch keine entsprechenden Programme verbreitet.

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